Am 17. Juni 2026 legt das Wiener Hofburg Orchester (seit 2014 Teil der Wiener Residenzorchester Veranstaltungs GesmbH) im Rahmen seiner Konzertreihe „Mozart & Strauss Konzerte“ einen ganz besonderen Fokus auf Wolfgang Amadé Mozart. Das Jahr 2026 steht ohnehin im Zeichen des Genies: Das Orchester feiert an diesem Abend nicht nur Mozarts 270. Geburtstag, sondern auch das 245. Jubiläum seiner „Wiener Freiheit“. Ein geschichtsträchtiger Abend, der die Musikstadt Wien hochleben lässt.
Strauss & Mozart Konzert am 17.06.2026
Das Mozart Jubiläum

Übersicht:
Der Bruch mit Salzburg: Wie Wolfgang Amadeus Mozart zum Rebellen wurde
Im Juni 1781 beendete Mozart den Dienst bei seinem Salzburger Dienstherrn, dem Fürsterzbischof Colloredo, endgültig. Der Abschied war legendär unhöflich: Der erzbischöfliche Oberstküchenmeister Graf Arco setzte den Komponisten buchstäblich mit einem Fußtritt vor die Tür. Für Mozart war dieser rüde Rauswurf der Startschuss für ein neues Leben in Wien. Ohne diesen radikalen Schritt gäbe es seine großen Wiener Opern wie Die Hochzeit des Figaro, Don Giovanni oder Die Zauberflöte nicht in der heutigen Form.


Leben als freier Geist: Wolfgang Amadeus Mozarts goldene Wiener Jahre
Sich im 18. Jahrhundert in Wien ohne festes Hofgehalt durchzuschlagen, war ein enormes wirtschaftliches Risiko. Mozart finanzierte sich fortan selbst durch Klavierunterricht, Kompositionsaufträge und eigens organisierte Konzerte. Wien bot ihm das passende bürgerliche Publikum und den nötigen Freiraum. In dieser Wiener Dekade (1781–1791) erreichte sein Schaffen den absoluten Höhepunkt.
Fakten abseits der Klischees: Genial und extravagant
Mozart genoss das Wiener Leben in vollen Zügen. Er gab viel Geld für teure Kleidung aus – besonders für rote Röcke mit Goldborten – und war begeisterter Billardspieler.
Teures Pflaster: Mozart genoss das Wiener Leben in vollen Zügen. Er gab viel Geld für teure Kleidung aus – besonders für rote Röcke mit Goldborten – und war begeisterter Billardspieler. (Mehr dazu bei Klassik Radio)
Eine frühe Form des Crowdfundings: Um seine Wiener Konzerte zu finanzieren, sammelte Mozart vorab „Subskribenten“ (Käufer, die den Eintritt im Voraus bezahlten). Erst wenn die Liste voll und die Saalmiete gedeckt war, spielte er das Konzert. (Mehr über die Geschichte der Subskription erfahren)
Das absolute Gehör und Tierliebe: Als Kind verabscheute Mozart den Klang von Trompeten. Später in Wien hielt er sich einen Star (Vogel), der die Hauptmelodie seines 17. Klavierkonzerts nachpfeifen konnte. (Die Geschichte lässt sich beim NABU nachlesen)
Das Konzert am 17. Juni 2026: Ein Abend für Wolfgang Amadeus Mozart
Das Wiener Hofburg Orchester bringt diese Wiener Epoche auf die Bühne. Unter der Leitung von Daniel Auner präsentiert das Ensemble eine Auswahl von Werken aus Mozarts Wiener Jahren. Ergänzt wird das Programm durch Stücke der Strauss-Familie sowie Melodien von Emmerich Kálmán und Franz Lehár.
Daniel Auner leitet das Konzert im traditionellen Stehgeiger-Stil direkt mit der Violine in der Hand – eine historische Wiener Aufführungspraxis, die er in seiner Konzertreihe Caprice Viennois beim Wiener Hofburg Orchester pflegt.


Quellen
– Klassik Radio (2024). Mozarts Mode-Welten: Wie kühlte man sich im 18. Jahrhundert ab? klassikradio.de
– Wikipedia. Geschichte und Bedeutung der Konzertsubskription im Musikbetrieb. wikipedia.org
– NABU (Naturschutzbund Deutschland). Die kulturhistorische Geschichte von Mozarts Star. nabu.de




