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RESIDENZORCHESTER BERAUSCHT MIT ERINNERUNGEN AN DIE KAISERZEIT
Unterföhring – Einen Abend zum Schwelgen und zum Träumen hat das
großartige Wiener Residenzorchester jetzt den Konzertbesuchern in
Unterföhring beschert. Hervorragende Solisten und zauberhaftes
Ballett machten den Wiener Abend
zu einem unvergesslichen Erlebnis.
Der zackige Radetzkymarsch von Johann Strauß, der edle
Kaiserwalzer, eine flotte Polka und ein Csardas waren an diesem
Abend freilich Pflicht, doch das Residenzorchester bot noch weit
mehr: Die Zuhörer durften der „Zauberflöte“ und „Der Hochzeit des
Figaro“ von Wolfgang Amadeus Mozart lauschen. Und dabei konnten dann
auch die Solisten Alicia O'Neill (Sopran) und Viktor Schilowsky
(Bariton) ihr Können auf eindrucksvolle Weise unter Beweis stellen.
Ein strahlender Sopran, ein gefühlvoller Bariton – mit starken
Stimmen und viel Leidenschaft für die Arien überzeugten die beiden
Solisten ihr Publikum. Überzeugt haben aber auch die
Ballett-Auftritte von Josefine Tyler und Alexander Korobko, die mit
einer wunderbaren Leichtigkeit übers Parkett schwebten. Nicht
zuletzt trugen auch die prächtigen Kostüme zum Zauber des Abends
bei. Ausladende und raschelnde Satinröcke, Rüschen, Gamaschen und
Brokat waren ein auffälliger und schöner Augenschmaus. Mit dem
Wiener Residenzorchester gastierte ein renommiertes und
hochkarätiges Orchester in Unterföhring. Die Musiker begeisterten
bereits ein internationales Publikum, wie etwa in Mexiko, Brüssel,
Budapest, Rom, Paris, Berlin und Athen. 1992 war sogar der
weltberühmte Rudolf Nurejew Gastdirigent beim Wiener
Residenzorchester. Nun hatten die Unterföhringer das Glück und das
Vergnügen, sich ins königlich kaiserliche Wien entführen zu lassen
und dabei auch eine tüchtige Prise ungarische Musikluft zu
schnuppern. Ein Abend mit Historie der beschwingten und gefühlvollen
Art und ein absoluter Genuss für Augen und Ohren, denn man hatte
sich wirklich die schönsten und bekanntesten Musikstücke der
damaligen Zeit herausgepickt.
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